Vergleich
Reicht Excel im Handwerksbetrieb, oder braucht es Planungssoftware?
Die Tabelle ist in fast jedem Betrieb das erste Planungswerkzeug — zu Recht, sie ist da und jeder kann sie. Hier steht Zeile für Zeile, wo sie reicht, wo sie kippt und was Meisterplaner anders macht. Inklusive der Zeilen, die Excel gewinnt.
| Kriterium | Excel | Meisterplaner |
|---|---|---|
| Kosten | Meist schon bezahlt — die Office-Lizenz ist da. (Punkt für Excel) | 29 € Grundgebühr im Monat plus ein gestaffelter Betrag je Mitarbeiter, netto. 28 Tage kostenlos. |
| Einarbeitung | Keine. Jeder im Büro kennt Excel. (Punkt für Excel) | Ein Vormittag für das Büro; die Monteure brauchen den Login und den ersten Stempel. |
| Der Plan auf dem Handy | Lesbar nach Zoomen, benutzbar nicht. In der Praxis wird ein PDF verschickt. | Jeder Mitarbeiter sieht seinen Tag und den Team-Wochenplan in der App. (Punkt für Meisterplaner) |
| Eine Änderung mittags | Zelle überschreiben, neue Datei verschicken, hoffen, dass sie gelesen wird. | Block ziehen. Datumsänderungen gelten für alle Mitarbeiter eines Einsatzes gemeinsam, der Trupp sieht es sofort. (Punkt für Meisterplaner) |
| Mehrtägige Einsätze mit mehreren Leuten | Mehrere Zellen, mehrere Zeilen, per Hand synchron zu halten. | Ein Block, am Rand länger ziehen, um Mitarbeiter erweitern. (Punkt für Meisterplaner) |
| Vorbereitung vor der Abfahrt | Eine Notizspalte, wenn jemand daran denkt. | Freigabe-Checkliste je Auftrag mit Punkten je Gewerk; beim Einplanen steht, was offen ist. (Punkt für Meisterplaner) |
| Zeiterfassung | Getrennt, per Stundenzettel oder zweiter Tabelle. | Am Einsatz gestempelt, auch ohne Netz; Zeiten je Auftrag und je Mitarbeiter. (Punkt für Meisterplaner) |
| Wer darf was sehen | Wer die Datei hat, sieht alles — auch Kundendaten anderer Baustellen. | Büro plant, Mitarbeiter sehen ihre Einsätze und ihr Stundenkonto. (Punkt für Meisterplaner) |
| Datenschutz | Die Datei liegt, wo sie liegt — auf Rechnern, in Mails, in der WhatsApp-Gruppe. | Server in Frankfurt, Auftragsverarbeitungsvertrag beim Einrichten. (Punkt für Meisterplaner) |
| Freie Gestaltung | Grenzenlos. Jede Spalte, jede Farbe, jede Formel. (Punkt für Excel) | Plantafel, Aufträge, Zeiten — mehr nicht, und zwar absichtlich. |
Fett gesetzt ist jeweils die Seite, die die Zeile für sich entscheidet. Alle Preise netto zuzüglich Umsatzsteuer; die Staffel steht auf der Preisseite.
Wann Excel reicht
Ehrlich: öfter, als Softwareanbieter zugeben. Die Tabelle kippt nicht mit der Betriebsgröße, sondern mit der Zahl der Änderungen und der Zahl der Orte.
- Zwei oder drei Leute, die morgens gemeinsam losfahren und abends gemeinsam zurückkommen.
- Wartungsrouten, die sich jede Woche gleichen.
- Änderungen sind die Ausnahme, nicht der Alltag.
- Die Stunden werden ohnehin an einem Ort erfasst, den alle erreichen.
Ab wann sich Software lohnt
Treffen drei dieser fünf Punkte zu, kostet das Zusammenhalten von Brett, Tabelle und WhatsApp-Gruppe mehr Zeit als eine Software.
- Mehr als vier Mitarbeiter fahren getrennt los und brauchen ihren eigenen Blick auf den Plan.
- Einsätze laufen über mehrere Tage und binden mehrere Leute gleichzeitig.
- Störungen, Absagen und Krankmeldungen ändern den Plan mehrmals in der Woche.
- Es gibt Leerfahrten, weil Material, Schlüssel oder Vorleistungen fehlten.
- Die Stundenzettel kommen freitags und stimmen nur ungefähr.
Was außer den Mitarbeitern in den Plan gehört — Fahrzeuge, Geräte, Werkstatttage und die Vorleistungen anderer Gewerke —, steht unter Einsatzplanung im Handwerk.
Der Umstieg
Drei Wochen, kein Stichtag.
Der häufigste Fehler beim Wechsel ist, alles auf einmal zu wollen. Es geht einfacher — und ohne Risiko, weil die Tabelle in der Übergangswoche einfach weiterläuft.
Schritt 1
Woche eins: Betrieb und Mitarbeiter anlegen
Ein Vormittag. Die Zugangsdaten der Monteure druckst du als PDF mit QR-Code aus — eine E-Mail-Adresse braucht niemand. Überstunden und Resturlaub trägst du als Startwerte ein, damit kein Konto bei null anfängt.
Schritt 2
Woche zwei: eine Woche parallel
Die nächste Woche steht in der Tabelle und auf der Plantafel. Die Monteure stempeln in der App, die Stundenzettel laufen noch mit. Am Freitag vergleichst du beides.
Schritt 3
Woche drei: die Tabelle bleibt zu
Ab jetzt ist die Tafel der Plan. Was in der alten Datei steht, bleibt als Archiv liegen — importieren musst du nichts.
Häufige Fragen
Was Betriebe beim Wechsel fragen.
- Kann ich meine Excel-Planung in Meisterplaner importieren?
- Es gibt keinen Excel-Import, und der wäre auch selten sinnvoll: vergangene Wochen braucht niemand in der neuen Planung. Übernommen werden die offenen Aufträge, die Mitarbeiter und die Startwerte für Überstunden und Resturlaub. Die alte Tabelle bleibt als Archiv, wo sie ist.
- Verliere ich mit Software die Freiheit, die Excel mir gibt?
- Ja, zum Teil. Meisterplaner kennt Plantafel, Aufträge, Checklisten und Zeiten — keine freien Spalten, keine eigenen Formeln. Das ist Absicht: Was jeder anders anlegt, kann kein Monteur auf dem Handy lesen. Wer die Freiheit der Tabelle braucht, ist mit Excel richtig.
- Wie lange dauert der Umstieg wirklich?
- Ein Vormittag für Betrieb und Mitarbeiter, dann eine Woche, in der Tafel und Excel parallel laufen. Danach bleibt das Brett leer. Die Testphase von 28 Tagen ohne Zahlungsdaten ist genau dafür gedacht.
Ausführlicher steht das im Ratgeber: Excel, Whiteboard oder Software — ein ehrlicher Vergleich.
Leg die Tabelle daneben und plan eine Woche in Meisterplaner.
28 Tage kostenlos, ohne Zahlungsdaten. Wenn Excel danach immer noch reicht, hast du das schwarz auf weiß — und nichts verloren.