Für Schreinereien und Tischlereien
Einsatzplanung für Schreinereien: Werkstatt und Montage auf derselben Tafel.
Die Küche ist fertig, aber der Monteur ist beim Türeneinbau; das Aufmaß für den Einbauschrank fehlt noch, und im Lager stapeln sich Großteile, für die niemand die Zufahrt geklärt hat. Meisterplaner hält Werkstatt, Montage und die Frage „was fährt wann raus“ an einer Stelle zusammen.
Was in Schreinereien und Tischlereien täglich schiefgeht
Werkstatt und Montage konkurrieren um dieselben Leute
Der beste Mann steht heute an der Formatkreissäge und müsste gleichzeitig die Küche montieren. Wer wann wo ist, entscheidet sich morgens im Türrahmen — und der Kunde bekommt keine verlässliche Terminaussage.
Großteile vor einer zu schmalen Tür
Die Arbeitsplatte passt nicht durchs Treppenhaus, die Zufahrt zum Hinterhof ist für den Anhänger zu eng. Das fällt auf, wenn der Trupp mit dem Möbel vor der Haustür steht.
Zeiten pro Woche, nicht pro Auftrag
Auf dem Zettel steht die Wochenarbeitszeit. Wie viele Stunden Werkstatt und Montage in der Küche Meier stecken, weiß beim nächsten Angebot niemand genau.
So hilft Meisterplaner
Drei Stellen, an denen es im Alltag anders läuft.
Werkstatt und Montage in einer Übersicht
Montagen sind Einsätze mit Kunde und Adresse, Werkstatttage sind interne Aufgaben ohne beides — ohne Checkliste, weil es sie dafür nicht gibt. Beides steht in der Zeile des Mitarbeiters auf derselben Tafel, und beides blockt ihn.
Aufmaß und Anlieferung vor der Abfahrt
Die Freigabe-Checkliste bekommt für Tischler zwei eigene Punkte: „Aufmaß freigegeben“ und „Anlieferung Großteile geklärt (Türbreiten, Zufahrt)“. Dazu die Kernliste mit Zugang, Vorleistungen, Material, Hilfsmitteln und Unterlagen.
Zeiten je Auftrag, in der Werkstatt und vor Ort
Wer an der Küche arbeitet, stempelt an der Küche — in der Werkstatt genauso wie beim Kunden. Am Auftrag steht die Gesamtzeit pro Mitarbeiter, und die nächste Küche kalkulierst du mit echten Zahlen.
Nichts davon blockiert. Ein offener Punkt auf der Checkliste ist ein Hinweis, keine Sperre — eingeplant wird, was du einplanst.
Ein typischer Montag in der Schreinerei
7:00 Uhr. Auf der Plantafel stehen zwei Montagen — die Küche Meier am Dienstag und Mittwoch, der Türeneinbau im Bürohaus ab Donnerstag — und davor zwei Werkstatttage als interne Aufgaben. Bei der Küche steht „Anlieferung Großteile geklärt“ noch auf offen: der Block trägt den Marker, und du rufst die Kundin wegen der Treppenhausbreite an, bevor die Arbeitsplatte aufs Auto kommt.
7:20 Uhr. Die Gesellen sehen im Team-Wochenplan, wer diese Woche in der Werkstatt bleibt und wer rausfährt. Der Transporter mit Anhänger ist in der Betriebsmittel-Spur für Dienstag auf die Küche gebucht — eine zweite Buchung am selben Tag würde als Doppelbelegung angezeigt.
13:00 Uhr. Der Kunde für den Türeneinbau ruft an: das Bürohaus ist am Donnerstag doch nicht frei, Freitag passt. Du ziehst den Einsatz einen Tag nach hinten, beide Monteure wandern mit. Der frei gewordene Donnerstag geht an den Einbauschrank, für den das Aufmaß gestern freigegeben wurde.
17:15 Uhr. An der Küche Meier stehen jetzt die Werkstattstunden der letzten zwei Wochen, ab Dienstag kommen die Montagestunden dazu. Am Ende steht eine Zahl, die das nächste Küchenangebot trägt — nicht die Wochenarbeitszeit vom Zettel.
Wie Werkstatt, Montage und Anhänger zusammen auf eine Tafel kommen, beschreibt die Seite zur Einsatzplanung im Handwerk.
Was Schreinereien und Tischlereien davon brauchen
- Interne Aufgaben für Werkstatttage — ohne Kunde, Adresse und Checkliste
- Freigabe-Checkliste mit Aufmaß und Anlieferung Großteile
- Betriebsmittel-Spur für Transporter, Anhänger und Maschinen
- Mehrere Mitarbeiter je Auftrag, als Team verschiebbar
- Zeiten je Auftrag — in der Werkstatt genauso wie beim Kunden
- Sechs Auftragsstatus bis „Abrechenbar“, damit nichts zwischen fertig und Rechnung hängt
- Dateien am Auftrag: Zeichnung, Aufmaß, Foto vom Bestand
- Team-Wochenplan auf dem Handy statt Zettel am Schwarzen Brett
Häufige Fragen
Was Schreinereien und Tischlereien vorher wissen wollen.
- Kann ich Werkstattarbeit und Montage zusammen planen?
- Ja. Montagen sind Einsätze mit Kunde und Adresse, Werkstatttage legst du als interne Aufgaben an — ohne Kunde, ohne Adresse, ohne Checkliste. Beides steht in der Zeile des Mitarbeiters auf derselben Tafel und blockt ihn wie jeder andere Einsatz.
- Wie verhindere ich, dass Großteile vor einer zu schmalen Tür landen?
- „Anlieferung Großteile geklärt (Türbreiten, Zufahrt)“ ist ein eigener Punkt der Freigabe-Checkliste für Tischler, neben „Aufmaß freigegeben“. Solange er offen ist, sagt dir Meisterplaner das beim Einplanen und markiert den Block auf der Tafel.
- Sehe ich, wie viele Stunden in einem Möbelstück stecken?
- Ja. Wer am Auftrag arbeitet, stempelt am Auftrag — in der Werkstatt und beim Kunden. Am Auftrag stehen Gesamtzeit, Anzahl der Einsätze, Zeit vor Ort und Pausen, insgesamt und pro Mitarbeiter.
- Ersetzt Meisterplaner mein Programm für Angebote und Zuschnitt?
- Nein. Meisterplaner plant Einsätze und erfasst Zeiten. Angebote, Rechnungen und Zuschnittoptimierung bleiben in den Programmen, die du dafür hast.
Mehr Antworten stehen in den häufigen Fragen, und im Ratgeber geht es um Einsatzplanung und Zeiterfassung im Handwerk allgemein.
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