Für PV- und Solarbetriebe
Einsatzplanung für PV-Montage: Dachteam, Elektriker und Zählerplatz auf einer Tafel.
Eine PV-Anlage ist zwei Gewerke in einem Auftrag: erst das Dachteam, dann der Elektriker, dazwischen Netzanmeldung, Zählerplatz und Statik. Meisterplaner hält die Reihenfolge und die offenen Punkte zusammen — auch bei zwanzig Anlagen im Monat.
Was in PV- und Solarbetriebe täglich schiefgeht
Dach und Elektrik greifen nicht ineinander
Die Module sind montiert, aber der Elektriker kommt erst in einer Woche; oder er steht da, und das Dachteam ist noch nicht fertig. Zwischen zwei Trupps geht die Übergabe im Alltag verloren.
Netzanmeldung und Zählerplatz zu spät auf dem Schirm
Die Anlage ist fertig, die Netzanmeldung nicht durch, der Zählerplatz nicht geklärt. Der Kunde wartet auf die Inbetriebnahme, und die Nachfrage kommt jede Woche.
Wachsende Auftragsliste, gleicher Zettel
Mit fünf Anlagen im Monat ging die Planung im Kopf. Mit zwanzig nicht mehr — aber der Zettel und die WhatsApp-Gruppe sind dieselben geblieben.
So hilft Meisterplaner
Drei Stellen, an denen es im Alltag anders läuft.
Mehrere Trupps an einem Auftrag, in der richtigen Reihenfolge
Ein Auftrag kann mehrere Mitarbeiter über mehrere Tage binden: das Dachteam Montag und Dienstag, der Elektriker am Mittwoch. Verschiebt sich das Dach, ziehst du den Block — und siehst sofort, ob der Elektriker noch passt.
Netzanmeldung, Zählerplatz und Statik stehen an jedem Auftrag
Die Freigabe-Checkliste kennt für PV zwei eigene Punkte: „Netzanmeldung erfolgt“ und „Zählerplatz und Dachstatik geklärt“. Dazu „Gerüst“ und „Vorleistungen“ aus der Kernliste. Was offen ist, trägt der Block auf der Tafel als Marker.
Zwanzig Anlagen im Monat auf zwei oder vier Wochen
Die Tafel zeigt zwei oder vier Wochen, gedreht oder klassisch, und die Auslastung sagt dir, welcher Trupp noch Luft hat. Was noch keinem Team gehört, steht in der Spur „Ohne Mitarbeiter“ ganz oben und geht nicht unter.
Nichts davon blockiert. Ein offener Punkt auf der Checkliste ist ein Hinweis, keine Sperre — eingeplant wird, was du einplanst.
Ein typischer Montag im PV-Betrieb
6:45 Uhr. Auf der Plantafel stehen sechs Anlagen für diese Woche. Zwei Dachteams sind je zwei Tage auf einem Einfamilienhaus eingeplant, der Elektriker geht am dritten Tag hinterher. Bei einer Anlage steht „Netzanmeldung erfolgt“ noch auf offen — der Block trägt den Marker, und du schiebst die Inbetriebnahme, bevor der Kunde am Freitag vergeblich wartet.
7:10 Uhr. Die Trupps haken den Check-in ab: Module und Unterkonstruktion verladen, Schlüssel und Zugang dabei, Auftrag verstanden. Der Hebekran steht in der Betriebsmittel-Spur für heute auf Anlage eins; morgen ist er für die Prüfung gesperrt, schraffiert auf der Spur.
11:00 Uhr. Auf Anlage zwei fehlen zwei Dachhaken, das Team schickt ein Foto über den Auftragschat. Du legst die Nachlieferung als Punkt an die Checkliste und schiebst den Elektriker um einen Tag — er sieht es im Team-Wochenplan, ohne dass jemand telefoniert.
17:00 Uhr. An jeder Anlage stehen die Stunden pro Trupp, vom Dach aus gestempelt, auch dort, wo kein Netz war. Am Monatsende weißt du, wie viele Stunden ein Einfamilienhaus wirklich kostet — und kalkulierst die nächsten zwanzig damit.
Was neben Dachteam und Elektriker noch geplant werden will — Hebekran, Transporter, Lagertage —, steht im Überblick zur Einsatzplanung im Handwerk.
Was PV- und Solarbetriebe davon brauchen
- Mehrere Mitarbeiter und mehrere Tage je Auftrag — Dachteam und Elektriker in einem Einsatz
- Freigabe-Checkliste mit Netzanmeldung, Zählerplatz und Dachstatik
- Spur „Ohne Mitarbeiter“ für Anlagen, denen noch ein Team fehlt
- Zwei- und Vier-Wochen-Ansicht mit Auslastung je Trupp
- Betriebsmittel-Spur für Kran, Hebebühne und Anhänger
- Auftragschat mit Fotos vom Dach, direkt am Auftrag
- Zeiterfassung je Anlage, offline auf dem Dach
- Wiederkehrende Aufträge für Wartung und Sichtprüfung
Häufige Fragen
Was PV- und Solarbetriebe vorher wissen wollen.
- Kann ich Dachteam und Elektriker im selben Auftrag planen?
- Ja. Ein Auftrag bindet beliebig viele Mitarbeiter über mehrere Tage — das Dachteam am Montag und Dienstag, der Elektriker am Mittwoch. Verschiebt sich das Dach, ziehst du den Block und siehst sofort, ob der Elektriker noch passt.
- Wie behalte ich Netzanmeldung und Zählerplatz im Blick?
- „Netzanmeldung erfolgt“ und „Zählerplatz und Dachstatik geklärt“ sind eigene Punkte der Freigabe-Checkliste für PV-Betriebe. Solange sie offen sind, trägt der Block auf der Tafel einen Marker, und beim Einplanen sagt dir Meisterplaner, was fehlt.
- Skaliert das, wenn wir von fünf auf zwanzig Anlagen im Monat wachsen?
- Die Tafel zeigt zwei oder vier Wochen, die Auslastung zeigt je Trupp, wer Luft hat, und die Spur „Ohne Mitarbeiter“ hält Anlagen fest, denen noch ein Team fehlt. Neue Monteure legst du an und druckst ihre Zugangsdaten aus — ohne E-Mail-Adresse, ohne Schulungstag.
- Plant Meisterplaner auch Subunternehmer mit ein?
- Ein Subunternehmer lässt sich wie ein Mitarbeiter anlegen und einplanen, wenn er einen eigenen Zugang bekommen soll. Eine getrennte Abrechnung oder Rechnungsprüfung für Subunternehmer gibt es nicht — Meisterplaner plant Einsätze, es rechnet nicht ab.
Mehr Antworten stehen in den häufigen Fragen, und im Ratgeber geht es um Einsatzplanung und Zeiterfassung im Handwerk allgemein.
Plan die nächsten Anlagen einmal auf der Tafel statt in der Gruppe.
28 Tage kostenlos, ohne Zahlungsdaten. Trupps anlegen, Netzanmeldung und Zählerplatz an die Aufträge hängen, die Woche ziehen.
Für dein Gewerk